Pufferspeicher berechnen: Nicht schätzen - Simulieren!
FAQ, häufig gestellte Fragen zum Thema Pufferspeicher berechnen
Pufferspeicher berechnen: Das ist die Vorgehensweise
Ein Pufferspeicher wird nicht pauschal nach kW-Werten, sondern nach dem energetischen Bedarf des Gesamtsystems berechnet.
Entscheidend sind:
erforderliche Wärmemenge (kWh)
nutzbare Temperaturspreizung (ΔT)
gewünschte Überbrückungszeit
Art und Regelung der Wärmeerzeuger
Diese Seite berechnet den Pufferspeicher physikalisch korrekt auf Basis von Energieinhalt und Systemparametern – nicht über grobe Richtwerte.
Warum sind Liter-pro-kW-Faustformeln ungenau?
Faustformeln ignorieren entscheidende Faktoren wie:
tatsächliche Betriebszeiten
reale Temperaturdifferenzen
hydraulische Einbindung
Kombinationssysteme (z. B. Wärmepumpe + Solar + Kamin)
Dadurch entstehen häufig überdimensionierte oder ineffiziente Speicher.
Eine Berechnung auf Basis von Energiebedarf statt Nennleistung ist deutlich präziser.
Welche Daten werden für die Pufferspeicher-Berechnung benötigt?
Für eine realistische Auslegung werden u. a. berücksichtigt:
Heizlast oder Wärmeleistung
Vor- und Rücklauftemperaturen
gewünschte Speicherzeit
Anzahl und Art der Wärmeerzeuger
Systemkonzept (parallel, seriell, Hybrid)
Die Berechnung passt sich automatisch an diese Parameter an.
Für welche Heizsysteme ist die Berechnung geeignet?
Die Berechnung ist geeignet für:
Wärmepumpen
Gas- und Ölkessel
Holz-, Pellet- und Hackschnitzelkessel
Solarthermieanlagen
Hybride Heizsysteme
Auch komplexe Kombinationen können realistisch abgebildet werden.
Was ist der Vorteil dieser Berechnung gegenüber Herstellerangaben?
Herstellerdimensionierungen basieren oft auf vereinfachten Annahmen oder Marketingwerten.
Diese Berechnung ist:
herstellerneutral
nachvollziehbar
physikalisch korrekt
anpassbar an reale Betriebsbedingungen
Sie dient als Planungs- und Entscheidungsgrundlage, nicht als Verkaufsargument.
Ist ein größerer Pufferspeicher immer besser?
Nein.
Ein zu großer Pufferspeicher kann:
höhere Wärmeverluste verursachen
unnötige Kosten erzeugen
die Regelung verschlechtern
Ziel ist der optimal dimensionierte Speicher, nicht der größtmögliche.
Für wen ist diese Berechnung besonders sinnvoll?
Diese Berechnung eignet sich besonders für:
Fachplaner und Ingenieure
Energieberater
OEM-Kunden
technisch versierte Betreiber
komplexe oder hybride Heizsysteme
Sie ist bewusst keine vereinfachte Endkunden-Faustformel, sondern ein Planungswerkzeug.
Liefert die Berechnung eine Empfehlung oder eine feste Vorgabe?
Die Berechnung liefert eine technisch fundierte Auslegung als Entscheidungsgrundlage.
Die endgültige Umsetzung kann an:
hydraulische Randbedingungen
Platzverhältnisse
wirtschaftliche Aspekte
angepasst werden.