Anschlussschema Pufferspeicher – Hydraulik einfach erklärt
Kennen Sie das?
- Unklare hydraulische Einbindung des Puffers
- Zerstörte Temperaturschichtung im Speicher
- Schlechter Wirkungsgrad der Heizungsanlage
- Unkontrollierte oder schwankende Temperaturen
- Fehlanpassung an den Wärmeerzeuger
- Überdimensionierte oder komplexe Pufferspeicher
- Planungsfehler bei Vor-/Rücklaufpositionen
Problem
falsche hydraulische Einbindung
zerstörte Schichtung
unnötige Wärmeverluste
schwankende Temperaturen
Lösung
praxisnahe Anschlussschemata
klare Anschlussprinzipien
saubere Trennung von Erzeuger und Verbraucher
einfache, bewährte Hydraulik
Das sind die Lösungen
- Klare Vor- und Rücklaufzuordnung nach hydraulischen Grundprinzipien
- Stabile Schichtung in heiss und kalt
- Einfaches Anschlussschema ohne unnötige interne Einbauten
- Saubere Trennung von Erzeuger- und Verbraucherkreisen
- Angepasste Schemata für Wärmepumpe, Pelletkessel, Holzvergaser und Solarthermie
- Preiswerter Speicher ohne Wärmetauscher oder Schichtbleche
- Praxisnahe Hydraulikschemata mit klaren Anschlussregeln
Ursache
unklare Vor- und Rücklaufzuordnung
zu komplexe Pufferspeicher
unnötige interne Bauteile
fehlende Systemtrennung
Nutzen
hoher Wirkungsgrad
stabile Temperaturschichtung
langlebige Heizungsanlage
effizienter Betrieb mit geringem Aufwand
Inhaltsverzeichnis
Warum ein korrektes Anschlussschema entscheidend ist
Schichtung erhalten, oben schneller heiß, unten länger kalt
Rücklauftemperaturen schützen
Effizienz sichern
typische Fehlanschlüsse vermeiden
Grundprinzip eines Pufferspeicher-Anschlussschemas
Das Grundprinzip des hier beschriebenen Pufferspeicher-Anschlußschemas basiert auf einer entsprechenden Studie und Nachweisen aus der Praxis.
Es wird strikt getrennt zwischen der Temperaturregelung des Puffers und den Temperaturanforderungen der angeschlossenen Kreise.
Der Puffer wird lediglich auf Temperatur gehalten. Die von den Anwendungskreisen geforderte Temperatur wird ausschließlich in den Anschkußmodulen eingestellt.
Vorlauf und Rücklauf richtig positionieren
Basis für die Anschlüsse des Vor- und Rücklaufs ist der Hydraulikverteiler. Vor- und Rücklauf der Erzeuger- und Heizkreise werden per Anschlußmodul mit allen 3 Sammelrohren des Heizkreisverteilers verbunden. Der im Modul integrierte bivalente 4-Wegemischer stellt die gewünschte Vorlauftempertur individuell ein.
Schichtladezonen verstehen
2-Zonen-Anschlusskonzept mit 4-Wegemischer
Besonderheit
keine festen Ladezonen im Pufferspeicher
mittlere Zone ist dynamisch
ist Basiszone für den 4-Wegemischer
Funktionsprinzip
mittlere Zone kann:
heiß sein → Puffer fast vollständig durchgeladen
kalt sein → Puffer nahezu vollständig entladen
der 4-Wegemischer mischt aus dem mittlerem Anschluss:
heißes oder kaltes Wasser
exakt auf die Solltemperatur des Abgangskreises
Temperaturzonen im Puffer
oberste < 10 %:
werden gezielt nachgeladen
bleiben dauerhaft heiß
unterster Bereich:
bleibt dauerhaft kalt entsprechend Rücklaufmix
dazwischen:
schmale variable Mischzone
Technischer Vorteil
sehr hohe Temperaturdifferenz zwischen oben und unten
deutlich verbesserte Schichtung
Entropie mehr als verdoppelt
gegenüber klassischen Pufferverschaltungen
✔ durch professionelle Studie bestätigt
✔ zusätzlich visuell nachvollziehbar per Simulation des bivalenten 4-Wegemischers
Temperaturbereiche im Pufferspeicher
Prinzipiell gibt es nur 2 Temperaturbereiche, heiß oder kalt, getrennt durch einen sehr schmalen Mischbereich dazwischen. Dieser wird während des Ladevorgangs System bedingt nach unten, so auch in weitere seriell verbundene Folgepuffer, bewegt.
Während des Entladevorgang wird dieser entsprechend noch oben verschoben. Entsprechend auch von Folgepuffern zurück bis in den ersten Puffer.
Eine graphische Simulation und Messungen im Labor zeigen diese Vorgänge sehr anschaulich.
Anschlussschema Pufferspeicher mit einem Wärmeerzeuger
Auch gilt das universelle Prinzip, dass jeder beliebige Wärmeerzeuger immer über Anschlußmodule mit dem Heizkreisverteiler verbunden wird. Ebenso wie jede Art von Heizkreise.
Wärmepumpe
Details zum Anschluß lediglich einer Wärmepumpe sind ausführlich beschrieben.
Es wird aber empfohlen, eine Ladung für den oberen Heißbereich vorzusehen. Das kann immer eine Solarthermie sein gerade groß genug dimensioniert, um den Sommerbedarf an warmem Wasser bereitzustellen. Auch Winter kann bei entsprechender Regelung heißes Wasser bezogen werden. Das spart strom für die Wärmepumpe.
Pelletkessel
Ein Pelletkessel wird unabhängig der Witterung lediglich ein- oder ausgeschaltet, wenn die obere Puffertemperatur einen Sollwert unterschreitet bzw eine untere überschreitet. Das bringt lange Lauf- und Ruhezeiten und optimale Betriebbedingungen für den Kessel. Es ist keine Modulation oder andere Regelung erforderlich!
Die Rücklaufanhebung erfolgt Systemkonform per 4-Wegemischer des entsprechenden Anschlußmoduls. Es ist kein separater „Laddomat“ erforderlich.
Holzvergaserkessel
Hierzu treffen die Ausführungen unter Pelletkessel entsprechend zu.
Anschlussschema Pufferspeicher mit mehreren Wärmeerzeugern
Die Anschaltung beliebiger Wärmeerzeuger und auch Heizkreise zeigt den enormen Vorteil dieses Systems.
Pufferspeicher und Hydraulikverteiler werden verbunden. Die 3 Rohre des Hydraulikverteilers können bereits vorgefertigt werden für z.Bsp. 5 Anschlußmodule und waagerecht parallel untereinander an der Wand montiert werden.
Darüber werden die entsprechenden Pumpengruppen der Anschlußmodule, einer von 3 möglichen, montiert.
Die Verbindungenzwischen Hydraulikverteiler und Anschlußmodule kann montagefreundlich mit Edelstahl-Wellrohren erfolgen.
Bis hier könnte der Aufbau auch von einem Heimwerker erfolgen. Alles oberhalb der Anschlußmodule, inbesonders aller Wärmerzeuger etc. sollten von einem Fachbetrieb installiert werden.
Individuelle Anschlußbeispiele sind unter dem Menüpunkt Fachthemen ausführlich erläutert.
Hier ist ein Beispiel mit 3 verschiedenen Heizkesseln zu sehen.
Nun Pelletkessel mit WW-Boiler und Heizkreis
Häufige Fehler bei Pufferspeicher-Anschlussschemata
Beispiele:
Vor- und Rücklauf vertauscht
keine hydraulische Trennung
falsche Entnahmelagen
fehlende Rücklaufanhebung
Normen & Planungshinweise
DIN EN 12828
VDI 4645
Herstellerangaben
Hydraulik für Anschlussschema Pufferspeicher richtig anschließen
Für die meisten Anwendungen ist ein einzelner Pufferspeicher mit 800 l oder 1000 l ausreichend.
Allein die Verschaltung nach dem 2-Zonensystemkonzept vergrössert die Kapazität von nutzbarer Wärme um das über 2-fache!! (Nachweis durch Studie!)
Eine ausführliche Darstellung mit einer vergleichenden Simulation und einem Laborversuch zeigen die Funktion dieses einfachen und höchst wirksamen Prinzips!
Entsprechende Broschüren beschreibt dies in bebilderter Ausführung.
Die Anzahl der erforderlichen Anschlüsse ist mit lediglich 3 x 1 1/2″ (besser grösser!) nach dem 2-Zonenprinzip einfach und unkompliziert zu verschalten.
Weitere 5 x 1/2″ Anschlüsse für Entlüftung, Entleerung und 3 Thermometer sind erforderlich.
Der Anschluss unten links wird nur für die Serienschaltung benoetigt.
Weitere Pufferspeicher könnten bei Einsatz von Festbrennstoffkesseln erforderlich werden.
2-Zonen-Anschlusskonzept mit 4-Wegemischer
Besonderheit
keine festen Ladezonen im Pufferspeicher
mittlere Zone ist dynamisch
Basiszone für den 4-Wegemischer
Funktionsprinzip
mittlere Zone kann:
heiß sein → Puffer fast vollständig durchgeladen
kalt sein → Puffer nahezu vollständig entladen
der 4-Wegemischer mischt:
heißes oder kaltes Wasser
exakt auf die Solltemperatur des Abgangskreises
Temperaturzonen im Puffer
oberste ≥ 10 %:
werden gezielt nachgeladen
bleiben dauerhaft heiß
unterster Bereich:
bleibt dauerhaft kalt
dazwischen:
variable Mischzone
Technischer Vorteil
sehr hohe Temperaturdifferenz zwischen oben und unten
deutlich verbesserte Schichtung
Entropie mehr als verdoppelt
gegenüber klassischen Pufferverschaltungen
✔ durch professionelle Studie bestätigt
✔ zusätzlich visuell nachvollziehbar per Simulation des bivalenten 4-Wegemischers
Regelungskonzept & Systemlogik
Regelintelligenz
keine Intelligenz im Pufferspeicher
Regelung sitzt ausschließlich in den Anschlussmodulen
zentrale Steuerung über Zentralregler
Temperaturfühler
einfache, preiswerte Sensoren
Magnethalterung direkt am Puffer
Verkabelung zum Fühlerverteiler
Patch-Prinzip:
flexible Zuordnung
jederzeit umkonfigurierbar
Gezielter Wärmeeintrag
obere & untere Temperaturgrenzen frei definierbar
Auswahl von je 2 Fühlern pro Wärmeerzeuger
Beispiele:
Pelletkessel:
Fühler 2–5 → 80 °C
Wärmepumpe:
Fühler 6–9 → 35 °C
Sollwerte:
im Schaltverteiler festgelegt
Wärmeerzeuger (frei kombinierbar)
Pellet- & Festbrennstoffkessel
Öl- / Gaskessel
Wärmepumpe
Solarthermie
Elektrotherme (PV-gespeist)
➡️ beliebig kombinierbar
➡️ ideal für spätere Umrüstung
Anschlüsse & Ordnung
alle nicht benötigten Anschlüsse:
konsequent verschlossen
ausgenommen:
Entlüftung
Wasserablass
Thermometer
Serielle Puffererweiterung
beliebig viele Puffer kaskadierbar
hydraulisches Prinzip:
mittlerer Anschluss des ersten Puffers → nach unten verlegt
ehemaliger unterer Anschluss → mit unterstem des letzten Puffers verbunden
unterster Anschluss des Vorpuffers → oberster Anschluss des Folgepuffers
➡️ durchgängige Schichtung über alle Puffer
Anschlussschema Pufferspeicher für mehrere Puffer
Weitere beliebig viele Puffer werden seriell hintereinander geschaltet.
Dabei wird der mittlere Anschluss des ersten Puffers nach unten verlegt und der vormals unterste Anschluss mit dem untersten des letzten Puffers verbunden. Der mittlere Anschluß wird verschlossen.
Der unterste Anschluss des Vorpuffers wird mit dem obersten des Folgepuffers verschaltet.
Weitere Temperaturfühler mit Magnethalter werden nach Bedarf montiert und mit dem Fühlerverteiler verbunden.
Zuordnung der Ladebereiche beim Anschlussschema Pufferspeicher
Die Ladebereiche werden definiert durch jeweils 2 Temperaturfühler. Diese werden am Fuehlerverteiler einem entsprechenden Eingang des Reglers zugeordnet.
Der Regler schaltet bei unterschreiten des oberen Fühlers den Erzeuger ein, und bei Überschreitung der Soll-Temperatur des unteren Fühlers den Erzeuger aus.
So kann z.B. der Elektrokessel/eTherme als Notheizung den obersten Bereich S1 und S2 auf einer Mindesttemperatur von z.B 65°C halten.
Bei Einsatz einer Wärmepumpe ist es sinnvoll, mit dem Pelletkessel nur den Bereich S1 bis S5 zu laden.
Die Wärmepumpe wird in dem Fall und durch Zuordnung des Bereiches S6 bis S8 nur den unteren Teil auf z.B. 40°C halten.
Bei Einsatz von Solarthermie und Wärmepumpe kann es sinnvoll sein, der Solarthermie den Bereich S1 – S8 zuzuordnen, kostet schließlich keine zu zahlende Energie.
Die Wärmepumpe läuft parallel und hält den Bereich S6 – S8 auf Mindesttemperatur. Falls die Solarthermie mit hörerer Temperatur doch bis unten durchlädt, wird die Wärmepumpe nicht einschalten.
Eine Überlagerung von Schaltzeiten (Tag, Nacht, Billigstrom z.B. per Tibber) kann die Effizienz nochmal verbessern!
Prioritäten bei mehreren Erzeugern erfolgen über die Solltemperatur. Je höher die Temperatur desto höher die Priorität. Solarthermie z.B. 80 °C, Pellet 75°C, eTherme 65°C.
Die eTherme würde erst einschalten, wenn die höher wertigen Erzeuger nicht laden.
Diese Möglichkeit der Kaskadenschaltung verschiedener Wärmeerzueger ist mit den üblichen Hydraulikarchitekturen nicht möglich.
FAQ
Was ist ein Anschlussschema für einen Pufferspeicher?
Ein Anschlussschema beschreibt die hydraulische Einbindung eines Pufferspeichers in eine Heizungsanlage. Es legt fest, wie Wärmeerzeuger, Verbraucher und Regelung miteinander verbunden werden, damit Temperaturen, Volumenströme und Betriebszustände optimal zusammenarbeiten.
Gibt es unterschiedliche Anschlussschemata für Pufferspeicher?
Ja. Das passende Anschlussschema hängt vom Wärmeerzeuger und vom Systemkonzept ab. Wärmepumpen, Pelletkessel, Solarthermie oder Hybridanlagen erfordern jeweils unterschiedliche hydraulische Lösungen, um effizient und betriebssicher zu arbeiten.
Benötigt jede Heizungsanlage mit Pufferspeicher ein Anschlussschema?
Ja. Ohne ein klares Anschlussschema besteht die Gefahr von Fehlströmungen, unnötigem Takten oder schlechten Wirkungsgraden. Ein sauberes Schema ist die Grundlage für eine stabile und langlebige Heizungsanlage.
Worin unterscheiden sich klassische Schemata von Systemkonzepten?
Klassische Anschlussschemata zeigen eine konkrete Rohrführung. Ein Systemkonzept beschreibt dagegen ein übergeordnetes Funktionsprinzip, aus dem verschiedene Anschlussschemata abgeleitet werden können. Dadurch lassen sich Anlagen standardisieren und einfacher planen.
Kann ich ein Anschlussschema selbst planen?
Grundsätzlich ja, insbesondere zur Orientierung und zum Verständnis des Systems. Für die Umsetzung empfiehlt sich jedoch eine fachliche Prüfung, da kleine hydraulische Fehler große Auswirkungen auf Effizienz und Betrieb haben können.
Wo finde ich eine Übersicht zu Pufferspeichern?
Eine allgemeine Übersicht zu Funktion, Arten und Einsatzbereichen findest du auf der Seite
👉 Pufferspeicher – Funktion & Systeme